Einordnung des Sterne taufens in der Geschichte und wie man Sterne „kaufen“ kann

Bevor wir uns dem gewerblichen „Sterntaufe“ widmen, möchten wir einen kurzen Rundumschlag um das Thema geben, woher eigentlich Sterne ihre Namen bekommen und was eigentlich die Voraussetzung ist, dass diese auch am Ende „getauft“ werden. Wir werden nicht zu sehr ins Detail gehen, weil wir euch nicht mit langweiligen Fakten nerven wollen, sondern einfach einen groben Überblick liefern, wie Sterne in der Geschichte Ihren Namen bekommen haben und wer diese benannt hat.

Die Geschichte vieler Sternnamen

Bildergebnis für sternenhimmel Quelle: Planetarium Hamburg

Sterne sind uns allen bekannt, weil diese jede Nacht am Sternenhimmel funkeln. Ein Stern ist im Grunde nichts anderes als Licht. Dieses Licht wird von einem Stern emitiert, der oft schon eine Supernova durchlebt hat. Insofern kann es sogar sein, dass das Licht der Sterne, die wir am Himmel sehen eigentlich nicht mal mehr existiert. Also das Licht existiert schon, aber der Stern nicht mehr. Wir sehen eben nur noch sein Überbleibsel.

In der Menschheitsgeschichte gibt es deshalb für die selben Sterne, verschiedene Namen und verschiedene Bezeichnungen. Man muss sich denken, dass die ersten Sternbenenner die Babylonier oder die Ägypter waren, von denen wir wissen, dass diese Sternen einen Namen gegeben haben. Dem zu Folge ist es eigentlich ganz klar, dass schon sogar viel früher Menschen Sterne benannt haben. Schließlich ist der Sternenhimmel älter als wir selbst. Der Grund für das Benennen von Sternen war eigentlich ganz simpel. Sterne waren mythisch und mysteriös. Es ist dementsprechend einfach diese nach Göttern oder Legendensagen zu benennen. Außerdem hat man die Sterne vor allem als Navigationspunkte gebraucht, schließlich wussten die Menschen, dass Sterne selten Ihren Ort wechseln (bzw. gar nicht) und man sich deshalb an diesen immer gut orientieren könne. Insofern gab es mit jeder neuen und fallenden Zivilisation immer andere Namen für die selben Sterne und erst nach dem griechische Astronomien diese katalogisiert hatten, hatte man so etwas wie einen „Einheitsindex“.

Viele Sterne haben jedoch arabische Namen heutzutage, weil die Araber im ersten Jahrtausend die griechischen Kataloge benutzt – jedoch natürlich mit Ihren eigenen Bezeichnungen. Als die Sternenamen dann wieder „europäsiert“ wurden, hatten die Europäer einfacherhalber viele Begriffe übernommen und nur das Übersetzt, was man selbst nicht aussprechen konnte.

Von der NASA, der IAU und weiteren Sternentäufern

Bildergebnis für NASAQuelle: nasa.gov

Nun ist es so, dass wir in der heutigen Zeit über Millionen von Sternen katalogisiert haben und es eigentlich unmöglich ist, jedem Stern einen Namen zu geben (es gibt einfach unendlich viele). Gleichzeitig hat jedoch aber auch niemand das Recht, einem Stern einen Namen zu geben bzw. jeder hat das Recht einem Stern einen Namen zu geben – wie man es nimmt, da Sterne einfach niemandem gehören. Bei vielen hat sich deshalb der Glaube eingesetzt, dass die NASA dafür zuständig ist. Die NASA ist jedoch nur eine Weltraumbehörde, deren anliegen die Erforschung des Weltalls ist. Da solche Weltraumbehörden, wie die ESA, jeden Tag Millionen von neuen Sternen auffinden haben Sie keine Zeit jedem einen Namen zu geben, vor allem dann, wenn es wissenschaftlich umstritten ist, ob dieser Stern wirklich diesen Namen bekommt. Da wären wir dann auch bei der IAU – der international astronomical union. Diese hatte sich in den späten 20er Jahren auf eine einheitliche Bezeichnung der 88 Sternbilder sowie der Sterne geeignet und damit war der Spuk um die Namen eigentlich auch vorbei, wenn man es wissenschaftlich betrachtet. In der wissenschaftlichen Betrachtung verwendet man die Bezeichnungen der IAU sowie einfache Katalognummern für die anderen Millionen von Sternen.

Das Gewerbliche kaufen von Sternen

Dieser Umstand, dass Sterne niemandem gehören hat ein paar findige Geschäftsmänner dazu animiert, dass Sie Sterne eben zum Verkauf anbieten. Nicht die Sterne an sich, aber sie bieten an, dass man diese Sterne kaufen und auf einen Wunschnamen benennen kann, ein solcher Anbieter, bei dem man einen Stern kaufen kann wäre Sterntaufe-Europa.de. Man muss jedoch dazu sagen, dass dieser Sternkauf nur symbolisch ist und man keinen wissenschaftlichen Anspruch auf einen Namen hat. Man sollte es also vielmehr als eine Art „Liebevolles Scherzgeschenk“ betrachten. Wer keine 30 Euro für eine Urkunde ausgeben will, kann sich ja selber eine basteln und erstellen, die Absicht ist wohl am Ende des Tages was zählt. In der Astrocommunity schneiden sich die Geister an diesen Sternverkäufern, das muss man am Ende wohl selbst Entscheiden ob man einen Stern kaufen möchte oder nicht. Man kann auch bei so ziemlich jeder Sternwarte einen „Stern kaufen“ und damit die Sternwarte unterstützen.